Aktivitäten


Sommerausfahrt vom 26. Juni 2005 "Seen und Berge" 

 

Endlich einmal hat's geklappt - kein anderer Termin, kein Oldtimer-Treffen und keine Badi konnte uns davon abhalten, bei herrlichstem Wetter zum ersten Mal an einer Zusammenkunft unserer IG teilzunehmen. 

 

Wir sind keine grossen Technikfreaks, haben aber viel Spass an unserem kleinen Midget, den wir uns eigentlich eher spontan angeschafft haben (Jugenderinnerungen...) und deshalb sahen wir diesem Treffen mit etwas gemischten Gefühlen entgegen: würde da wohl den lieben langen Tag nur über Motoren diskutiert? Was sind das wohl für Leute, die da mitmachen? Sind Laien wohl auch willkommen? 

Eins können wir schon vorwegnehmen - wir haben uns vom ersten Augenblick an wohl gefühlt und diesen Tag sehr genossen! 

 

Die Anreise nach Gisikon führte uns bereits über den ersten See, den Zürichsee. Von unserem Wohnort Mönchaltorf aus ist es Richtung Luzern am einfachsten, die Fähre von Meilen nach Horgen zu nehmen und wir haben die angenehme Morgenbrise um unsere Köpfe wehen lassen. Da wir nicht zu spät zum Treffpunkt beim Hotel Tell in Gisikon eintreffen wollten, durfte sich unser roter Flitzer auf der Autobahn bereits etwas austoben und sorgte dafür, dass wir sogar etwas zu früh beim Parkplatz waren. 

 

Na so was - alles Jeep's! Haben wir uns im Termin geirrt? Doch, da zwischen den hochrädrigen Monstern blitzte etwas Gelbes hervor - wie sich herausstellte der blitzblank gepflegte "Froggeye" von Robert Furrer. Gespannt erwarteten wir die Ankunft weiterer Fahrzeuge: Aus der Sicht von Nelly: rot, hellblau, violett, weiss, zitronengelb, nochmals rot - aus der Sicht von Rolf: Midget's, Sprites, Midgets..... 

 

Unser Neuling - eine rote Amerikaner-Ausführung - wurde fachtechnisch willkommen geheissen: Motorhaube auf - fotografiert - Fragen nach PS (uups??) wurden gestellt und natürlich auch wir wurden von allen herzlich begrüsst. 

 

Herbert hiess pünktlich um 10 Uhr 8 Fahrzeuge und deren Besitzerinnen und Besitzer (14 an der Zahl) willkommen und verteilte sogleich den vorbereiteten "Fahrplan". Kurz nach 10 Uhr setzte sich unsere kleine Kolonne Richtung Cham Bewegung. Vor dem Casino Zug ein erster Stopp, damit wir wieder schön alle zusammenrücken konnten. Weiter ging's, dem herrlichen Ufer des Zugersees entlang. Für uns als Neulinge in einem MG-Tross machte es grossen Spass, die fröhlichen Gesichter der Leute am Strassenrand zu sehen, wenn sie unser "Kulturgut" (frei nach Herbert...) erblickten und die Kommentare der Fussgänger oder Velofahrer unterwegs zu hören:"Läck lug emal die Chline härzige! No eine und no eine!" 

 

Ausgangs Arth hatte unser Organisator einen gemütlichen öffentlichen Rastplatz direkt am See für die Vormittagspause auserwählt. Wir kamen in den Genuss eines original Obwaldner-Apéro's mit Sbrinz, gedörrten ganzen Birnen, frischem Bauernbrot, mit gekühltem Most und Mineral - von Herbert und Frau organisiert - von der IG bezahlt (ganz herzlichen Dank). Hier fanden wir alle Zeit für einen ersten gemütlichen Schwatz und uns über dies oder jenes Detail unserer Autos in Ruhe zu unterhalten. 

 

Noch frisch gesättigt vom Apéro durften wir anhand der bereits organisierten Speisekarte unser Mittagessen für am Zielort in Seedorf (bei Altdorf) auswählen. Dieses wurde vorab per Telefon von Herbert bestellt und wie sollte es auch anders sein - alles klappte bestens. 

 

Auf in die Mittagshitze - doch die herrliche Route dem Vierwaldstättersee entlang nach Vitznau, Gersau und Brunnen führte teils durch schattenspendende Waldstücke und auch mit dem Verkehr war's nicht allzu schlimm. Die Kulisse mit den Bergen, tiefblauem See und frisch herausgeputzten Häusern zeigte uns wieder einmal, wie schön doch die Schweiz sein kann und liess sämtliche Problemchen und Sörgelchen vergessen. 

 

Die Fahrt auf der Axenstrasse dem Urnersee entlang führt bekanntlich durch diverse Tunnel's. Hier mussten wir uns doch ab und zu umschauen um sicher zu sein, ob sich nicht etwa ein Ferrari zwischen unseren Tross geschmuggelt hatte - die beiden Midgets von Koller's dröhnten doch ganz keck im Widerhall der Tunnelwände! 

 

Nach der Fahrt durch 6 Innerschweizer Kantone in Seedorf angelangt, wurden unsere Lieblinge an der prallen Sonne parkiert, alle Sitz-Verdecks wurden fachgerecht montiert, so dass sich bei der Abfahrt niemand den Hintern verbrenne... 

 

Wir genossen unser feines Mittagessen im Restaurant Mätteli. Auch hier wurde viel erzählt, gelacht, Erlebnisse und Erfahrungen ausgetauscht. Als Neulinge erfuhren dies und jenes über Ersatzteillieferanten, Berufe, Können und weitere Hobby's der einzelnen Mitglieder und fühlten uns bald wie alte Bekannte in diesem Kreis - und dies ist doch genau der Grund, warum wir in der IG sind. Kaffee und Glacé wurden anschliessend auf der Terrasse serviert, Herbert konnte uns auch hier wiederum Wissenswertes über die Gegend vermitteln und uns sogar die Namen einiger Bergspitzen nennen. Wäre das Wetter schlechter gewesen, hätten wir die noch Möglichkeit gehabt, ein kleines Mineralienmuseum im Dorf zu besuchen, doch die herrliche Bergkulisse lockte uns alle mehr nach draussen. 

Gegen 15 Uhr löste sich unsere Runde auf und die Rückfahrt wurde in alle Himmelsrichtungen angetreten. 

 

Wir, die Richtung Ostschweiz heimfahren mussten, Robert Furrer, Heiner und Marco Geering und wir beide, wir wurden vom Klausen irgendwie magisch angezogen - zu Dritt würden wir die Herausforderung wohl schaffen - Robert war gespannt, ob die Steigung und die Höhe seinem Sprite zusetzten (wie erzählt wurde, haben einige Mitglieder auf Ausflügen schon ihre Erfahrungen machen müssen). Heiner's und unser Midget waren noch nie über einen solchen Pass gefahren. 

 

Ja und dann meinte Robert wohl, er sei am Klausenrennen - er gab Gas und zog vorne weg. Heiner hinterher und schon waren sie ausser Sicht. Wir folgten den beiden etwas gemütlicherem Tempo und mussten erst noch an einer Baustelle anhalten. Etwa auf halber Höhe angelangt - schön im Schatten vor einer Beiz parkiert, mit offenen Kühlerhauben - holten wir die beiden dann wieder ein. Eine kurze Verschnaufpause mit kühlem Nachschub für Motor und Fahrer sorgte dafür, dass wir ohne Schaden durch die herrliche Bergwelt und Alpwiesen links und rechts die Passhöhe erreichten. Dort oben sagten wir uns dann definitiv auf Wiedersehen und setzten unsere Heimreisen individuell fort. 

 

Unser Premierenausflug bleibt uns in bester Erinnerung und bestimmt sind wir wieder einmal mit von der Partie... 

 

Ganz herzlichen Dank nochmals an Herbert's für die perfekte Organisation und die gelungene Auswahl der Innerschweizer-Route! 

 

Nelly und Rolf Ehrensperger