Aktivitäten

 


 Unser Mitglied Henri Ferrier kennt die Schweiz. Dies hat er bei der Gestaltung unserer Ausfahrt eindrücklich bewiesen. In der Nordschweiz wohnhaft führte er uns in die Kantone Schwyz und Glarus. 

 

Der Morgen mit frischen Temperaturen aber viel Sonne machte bereits die Anfahrt zu einem Vergnügen. In Willerzell am Sihlsee erwartete uns Henri und die freundliche Gastgeberin des Gasthofes Schlüssel. Auf der Terrasse mit Blick auf See genossen wir das Morgenessen, dessen Kosten unsere IG-Kasse übernahm. Routiniert orientierte uns Henri über die Fahrziele. Die geplante Berg- und Talfahrt schien recht anspruchsvoll zu werden, doch wir starteten mit viel Elan. Die kurvenreiche Passstrasse der Sattelegg an einem sonnigen Morgen brachte echten Fahrgenuss.

 

Der obligate Sonntagsverkehr hatte noch nicht eingesetzt, doch verbissen um die Höhe kämpfende Radfahrer erforderten Vorsicht. Um den reizvollen Wäggitaler-See gilt zum Glück das Einbahn-System. So wurde auch diese Rundfahrt mit unseren kleinen Engländern zu einem Vergnügen. Die Talsohle der Linthebene erreicht, nahm der Verkehr deutlich zu. Andere Englische Oldtimer gesellten sich zu uns. Ihr Ziel war der Flugplatz Mollis; unter Henris Führung fuhren wir jedoch an den Walensee. Der geplante Apéro oberhalb von Amden musste redlich verdient werden.

 

Die steile Bergstrasse bei sonniger Wärme trieb die Betriebstemperatur der kleinen Motoren ans Limit. Aus vergangenen Fahrten wissen wir, dass Spridgets offenbar die kühlen Temperaturen ihrer Britischen Heimat bevorzugen. Frage zwischendurch: Wie haben sich die vielen in den Süden der USA exportierten MG und AH anklimatisiert? 

 

Der Besuch des „British Car Meeting“ in Mollis durfte nicht fehlen. Gemeinsam fuhr unser kleiner, bunter Konvoi in den erstaunlich grossen Park der vielfältigen Erzeugnisse Britischer Automarken. Der Untergang vieler dieser renommierten Namen stimmt mich immer wieder nachdenklich. Doch die gute Erinnerung wird am Leben erhalten durch solche Treffen, die wirklich mit viel Liebe und wenig Kommerz organisiert sind.

 

Zum Abschluss fuhren wir in das Klöntal. Auch am Klöntalersee hatte Henri einen aussichtsreichen Platz für unsere IG-Runde gefunden. Die kleine Abmessung unserer Fahrzeuge war wiederum ein klarer Vorteil bei der Parkplatzsuche.

 

Nach einer tüchtigen Portion Eiscreme oder einem kühlen Getränk folgte die Talfahrt nach Glarus, wo sich unsere Wege trennten. Einige Fahrer wählten für die Heimfahrt den Klausenpass - eine gute Wahl, denn am Abend herrschte auf dieser Bergsstrecke nur noch wenig Verkehr.

 

Diese Ausfahrt im Spätsommer war ein voller Erfolg. Bei idealen Bedingungen durften wir viele Eindrücke von Voralpen-Seen, schönen Bergstrassen und Englischer Autokultur sammeln. Herzlichen Dank dir Henri und deinem hilfreichen Copiloten Philipp. Die Vereinbarung unserer IG, dass Mitglieder eine Ausflugsroute zusammenstellen und die Ausfahrt leiten, macht das Jahresprogramm wirklich interessant und abwechlsungsreich. Hoffentlich bleibt diese Tradition erhalten. 

 

Herbert Weibel