Aktivitäten

 


Spridget-Transjurane du 21. - 22 mai 2011 

 

1. Tag 

 

Am 21.05.11 versammelt sich vor dem Café Knaus in (Sch)Önsingen eine Zehner-Schar von Kobolden, Knirpsen und Fröschen. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass sich unter die bunte Schar noch ein Mini geschlichen hat, weil für Stöffis Söpheli in Stöffis Kobold kein Platz vorhanden gewesen wäre. 

 

Bei Kaffee und Gipfeli erfahren wir von den Transjurane-Organisatoren, Familie Koller, die Details der ersten Etappe und die Namen jener leidgeprüften, die bereits beim Prolog auf der Strecke geblieben sind; nämlich unser n/motorischer Pechvogel Röbi, der gestern in der Nähe von Winterthur einen kapitalen Motorschaden erlitten hat und Herbert, der sich im Berner Oberland mit einem Benzinpumpen-Defekt herum schlagen muss. 

 

Pünktlich um 10:00 startet le Club (um Stöffis Worte zu gebrauchen) mit geöffneten Verdecken zur ersten Etappe, die uns bei schönem Mai-Wetter via Balsthal - Ramiswil über den Scheltenpass ins Val Terbi nach Courrendlin führt. Der Scheltenpass heisst übrigens so, weil man den verantwortlichen Strassenmeister ständig dafür schelten muss, weil er die herunter fallenden Steine nicht fleissig genug von der Strasse räumt!

 

Von Courrendlin geht's via Courfaivre (Ex-Condor-Motorrad/Fahrrad-Fabrik) - Bassecourt - Sornetan - Bellelay - Tramelan - Les Breuleux nach Cerneux-Veusil, wo wir im Restaurant Combe à la Biche den ersten Apéro (weitere werden folgen) und ein feines Mittagessen einnehmen dürfen. Rechtzeitig zum Mittagessen stossen noch Herbert und Fritz zu uns, die dank mitgeführter Ersatz-Benzinpumpe vom TCS wieder automobil gemacht werden konnten.

 

Damit wir rechtzeitig in Couvet, unserem ersten Etappenziel eintreffen, nimmt le Club um 14:00 die nächste Etappe unter die Räder. Dies unter den Augen der leicht irritierten Wirtin, die uns noch gerne ihren Dessert serviert hätte. Von Cerneux-Veusil geht's nach La Chaux-de-Fonds und von dort via La Sagne - La Brévine am Lac des Taillères vorbei nach Les Bayards - St. Sulpice - Fleurier - Couvet. 

 

Kurz nach La Chaux-de-Fonds ist Henris Kobold reif für eine Benzin-Herztransplantation. Diese wird von unserem Herz-Spezialisten Urs assistiert von Anästhesistin Anja in kürzester Zeit auf offener Strasse vorgenommen, so dass letztendlich alle rechtzeitig im Centre Sportif in Couvet eintreffen. Dort stehen uns von Ruedi reservierte, tadellose, helle Zimmer zur Verfügung. Kurz nach dem Zimmerbezug geht's mit der Bahn in den Nachbarort Môtiers, wo wir in der altehrwürdigen Champagner-Kellerei Mauler & Cie. in die Geheimnisse der Champagner-Herstellung (à la méthode traditionelle) eingeführt werden.

 

Dass unsere vom Fahrtwind böse ausgetrockneten Kehlen bei Maulers nicht trocken bleiben (und somit niemand zu maulen hat), ist einmal mehr unserem zuverlässigen Säckelmeister Heiner zu verdanken. Nach der Kellerbesichtigung verlagern wir uns ins gleich gegenüber liegende Restaurant, wo noch Christa und Emil zu uns stossen. Mit Fondue au Champagne findet das Champagner-Thema einen würdevollen, moussierenden Abschluss. Jene, die nach all dem trockenen Sekt noch immer eine trockene Kehle haben, schnappen vor dem Zubettgehen in Couvet noch ein-zwei Bierchen. 

 

2. Tag 

Schon um 06:00 wecken uns erste Sonnenstrahlen und versprechen uns abermals einen schönen Mai-Tag, wobei heute mit örtlichen Gewittern gerechnet werden muss. 

Zurück von dieser Besichtigung stellen die tüchtigen Wanderer verwundert und leicht besorgt fest, dass sich le Club schon wieder ziemlich intensiv mit Apéro beschäftigt. Nach ausgiebigen Gesprächen (die sich von Automobiltechnik bis zu zeitgemässen Formen des Zusammenlebens erstrecken) wird die letzte, gemeinsame Etappe unter die Räder genommen. Diese führt uns über die vordersten Jura-Züge via Provence - Montalchez - St. Aubin nach Petit Cortaillod. Hier dürfen wir unsere fahrbaren Untersätze im Park eines Weingutes stilvoll parkieren, während dem wir im nahe gelegenen Hafen-Beizli Le Pilotis mit Egli-Filets verwöhnt werden. Zum Nachtisch gibt es eine Besichtigung der privaten Automobil-Sammlung des erst kürzlich verstorbenen Grandseigneurs Renaud. Diese Normalsterblichen normalerweise nicht zugängliche Sammlung (mit ca. 120 Autos der Spitzenklasse) braucht den Vergleich mit jener der Gebrüder Schlumpf nicht zu scheuen! Ruedi, auch ein ganz grosses MERCI dafür, dass Du uns diesen einmaligen Sammlungs-Besuch ermöglicht hast, und überhaupt; Ruedi, Jeannette und Alain ganz ganz herzlichen Dank für die bis ins kleinste Detail perfekt organisierte 2-Tages-Ausfahrt, die bestimmt allen in allerbester Erinnerung bleiben wird! 

 

Da die meisten noch eine längere Heimfahrt vor sich haben, trennt sich le Club um ca. 16:00 zur individuellen Heimreise. Unterwegs stossen wir am Strassenrand noch auf den eifrig schraubenden Arthur. Auf unsere besorgte Nachfrage erfahren wir, dass Arthur nicht wegen einer Panne, sondern aus purer Lust und Freude am Vergaser schraubt, womit wir unsere Heimreise guten Gewissens und pannenfrei fortsetzen können. 

 

Bruno Hartmann, 23. Mai 2011