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Spridget-Herbstausfahrt vom 8.09.2012 

 

Aus der Einladung zur diesjährigen 2. IG-Ausfahrt war zu entnehmen, dass damit zwei Fliegen auf einen Schlag erledigt werden sollen, nämlich erstens die obligate Herbstausfahrt und zweitens die automobile Schmückung der Hochzeitsfeier unseres IG-Chefs Alain und dessen Frau Barbara. 

 

Im Bewusstsein dass die Lage unter solchen Umständen ernst ist, mache ich mich bereits um 07:30 h bei schönstem Herbstwetter auf den Weg zum Treffpunkt in Burgdorf. Dieser Treffpunkt erweist sich als Arthur Seilers geistiger Hort und Garage für angefangene Fahrzeug-Restaurierungen. 

 

Bei Kaffee und Gipfeli schauen wir zu, wie sich der Parkplatz vor der Garage mit Fröschen, Kobolden und Knirpsen füllt (ein Unschuldiger ist auch dabei; fast hätte ich's vergessen, so selten sind diese Innocenti auf Spridget-Basis), so dass bis zuletzt 10 Fahrzeuge beieinander sind, womit die Mindestlimite für eine würdige Hochzeits-Eskorte erreicht wird. 

 

Nachdem uns Urs seine geniale Idee einer Hochzeits-Kasse in Form eines Spridget-Ventildeckels demonstriert und unser Säckelmeister Heiner diese Einrichtung tüchtig geschmiert hat, geht's um ca. 10:30 h auf wunderschönen, verschlungenen Schleichpfaden via Heimiswil über d'Lueg (da lueg de, wede gäng muesch luege, dass em Vorderma nid i Chare fahrsch) nach Sumiswald - Wasen - Huttwil zum von Arthur bereits telefonisch vorbestellten, feinen Mittagessen in Melchnau. 

 

Nach der Mittagsrast führt uns die Fahrt via Altbüron - Ebersecken (hiess übrigens ursprünglich Eberseckel und wurde im prüden 18. Jahrhundert entmannt, bzw. umbenannt) nach Schötz - Ettiswil - St. Erhard - Bottenwil zum Traukirchlein in Uerkheim. Dort stehen bereits zwei Kobolde (oder waren es Knirpse) und eine Hochzeitskalesche in Form eines hochbarocken Mercedes-Strassenkreuzers. Anstatt sich (wie es die andern tun, auf das Bevorstehende schon etwas Mut anzutrinken) werde ich von Urs (der es selber auch nicht besser kann) dazu angehalten, per Gasflasche rote und weisse Herzen auf ansehnliche Grösse aufzublasen. Dabei erweisen sich die weissen Herzen als ziemlich unzuverlässig. 

 

Anja, du als Fachfrau auf diesem Gebiet; wer will denn schon weisse Herzen? Wenn es beim nächsten derartigen Event wieder weisse Herzen sein müssen, dann bitte solche mit Gütesiegel kaufen und vor Gebrauch die Packungsbeilage lesen! Kaum sind die letzten, nicht vorzeitig geplatzten Herzen an den Autos befestigt, ergiesst sich aus der Kirche die mit Spannung erwartete Hochzeitsgesellschaft und ich habe endlich auch Gelegenheit meine eingetrocknete Kehle zu kurieren. 

 

Nach einem kleinen Apéro verbunden mit Gabelstapler-Prüfung für Barbara und Alain fährt der kunterbunte Hochzeitskonvoi (das nächste mal bitte vorher Freddys Hupe plombieren oder war es etwa ein anderer Radaubruder) angeführt vom weissen Mercedes mit dem Hochzeitspaar über ein paar schöne "Höger" an den nicht minder schönen Hallwilersee. Hier wird die ganze Gesellschaft aufs Schiff und damit zum grossen Apéro eingeladen. Lieber Alain, liebe Barbara, nochmals ganz herzlichen Dank für diese wunderschöne Schiffahrt mit dem vorzüglichen Apéro! Um ca. 19:00 h hat die ganze Gesellschaft wieder festen Boden unter den Füssen und für mich stellt sich die Kardinals-Frage, ob ich mit meiner leichten Schlagseite Herbert oder Arthur hinter her fahren soll, damit ich meinen Heimweg finde. Ich entscheide mich für Herbert, da Arthur erfahrungsgemäss unterwegs spass-schrauben muss. Tatsächlich erweist sich Herbert als zuverlässiger Bären-Führer und nach einer rekordverdächtigen Midget-Fahrt über den Brünig erreiche ich um ca. h 21:30 wohlbehalten wieder die heimatlichen Gefilde. Moral von der Geschicht: ds Outo ir Garage la, lohnt sich nicht! Dies als kleiner Wink an jene, die offenbar lieber den IG-Beitrag bezahlen, als das Auto aus der Garage zu holen. Last but not least Arthur und seiner Frau ein ganz grosses MERCI für die perfekt organisierte Herbstausfahrt 2012. 

 

Embd, 20.09.12 Bruno Hartmann