Aktivitäten

Wir trafen in Fankreich Mitglieder des Midget and Sprite Club Kent

Unser Mitglied Oliver Wilkinson, Engländer von Geburt mit sehr guten Kontakten in die englische Spridget-Szene, hatte uns informiert, dass Mitglieder des Midget- und Sprite-Clubs Kent im September Frankreich bereisen würden. Er regte an, dass wir sie im Burgund treffen könnten. Das Echo war leider nicht sehr gross, aber das Treffen kam trotzdem zustande. Oliver, sein Vater Peter, der Schreibende sowie unsere Tochter Madeleine machten sich am Samstag, 9. September 2016, auf die Reise nach Dijon. Es war eine wunderbare Fahrt durch den Schweizer und den französischen Jura. Insbesondere das Tal des Doubs ist von berückender Schönheit.

In Dijon trafen wir unsere Freunde aus Kent. Sie waren schon im Hotel, standen quasi Spalier und begrüssten uns mit grossem Hallo. Von der ersten Minute an waren wir in die 4 Spridgets und 5 Personen umfassende Reisegruppe integriert. Die fünf waren schon einige Tage unterwegs, das Reiseziel ist die Brücke von Milaud bei der Schlucht des Tarn in Südwestfrankreich - und natürlich zurück. Die Tagesetappen sind lang, bis zu 400 km am Tag, eine echte Herausforderung für Mensch und Maschine.

Am Sonntag verteilte Organisator Alan nach kurzer gemeinsamer Fahrt Rally-Roadbooks und in 2er-Gruppen gings dann, nur mit Hilfe des Roadbooks weiter. Nun, es ging das Gerücht, dass der eine oder andere doch sein Navi einschalten musste, um ans Ziel zu gelangen. Französische Namen sind ja für einen Engländer auch nicht alltäglich, da verfährt man sich eben rasch. Im Schloss Savigny-les Beaunes traf man sich dann wieder. Das Schloss beherbergt, nebst der Möglichkeit, Burgunder zu degustieren, eine eindrückliche Sammlung von Abarth-Fahrzeugen und von historischen Motorrädern aus ganz Europa. Leider ist die Ausstellung nicht sehr gepflegt und die Fahrzeuge sind völlig lieblos einfach aneinandergereiht. Es tut weh zu sehen, wie die prächtigen Autos verstauben und zu wissen, dass sie seit Jahren keinen Zentimeter mehr bewegt, geschweige gefahren worden sind. Im Park des Schlosses stehen Dutzende von alten Kampfflugzeugen und Helikoptern. Aber auch diese meist im Zustand des Zerfalls.  Man verlässt dieses prächtige Schloss mit gemischten Gefühlen.

Weiter ging die Fahrt über Land nach Annecy, unserem Tagesziel. Nach Bourg-en-Bresse wirds gebirgig. Unsere kleinen Autos merkten dies sehr, dazu war es sehr heiss. So ist es nicht verwunderlich, dass einige eine Zwangspause einlegen mussten, um die Motoren wieder abkühlen zu lassen. Leider blieben wir an diesem wettermässig wiederum prächtigen Sonntag nicht von Pannen verschont: Ein Fahrzeug erlitt einen ernsthaften Motorschaden und muss nun huckepack vom Abschleppdienst nach Hause geführt werden. Bei einem zweiten Fahrzeug versagte die Lichtmaschine ihren Dienst. Aber einer aus der Reisegruppe hatte Ersatz mit und so konnte das Auto schnell wieder flott gemacht werden. Es war überhaupt erstaunlich, wieviele Teile und Werkzeug die Teilnehmer mit sich führten. Es ist klar, sie waren nicht das erste Mal gemeinsam unterwegs!

Am Montag Vormittag hiess es dann Abschied nehmen nach zwei vergnügten und genussvollen Tagen. Wir haben tolle Menschen kennen gelernt und begeisterte Spridget-Fahrer. Es war für uns alle ein grosses Erlebnis.

Übrigens planen die Engländer bereits wieder für 2017. Es besteht eine grosse Wahrscheinlichkeit, dass sie für einige Tage in die Schweiz kommen. Es wird natürlich Ehrensache sein, dass möglichst viele unserer IG-Mitglieder unsere englischen Freunde begleiten werden. Ich garantiere jetzt schon für viel Vergnügen!

Georges Guggenheim

 

 

Keine hungrigen Krokodile, sondern Spridgets mit Zwangspause zwecks Abkühlung der Motoren!