Aktivitäten

 

Um den See und in die Hügel

Pünktlich nach 10 Uhr treffen sich unsere Midgets und Sprites auf dem PP des Strandbads Sursee. Als Gast stiess auch ein schwarzer A10 dazu und der Verfasser reiste mit seinem MG Magnette an. Bei angenehmem Wetter ( bewölkt und luftig ) genossen wir einen Kaffee mit Gipfeli, Tradition bei unseren Treffen, bevor es um ca. 11 Uhr gemeinsam losging. Seeaufwärts nach Sempach und dort durchs belebte Altstädtchen hinaus Richtung Neuenkirch und von da hinauf nach Ruswil. Dort schwitzte der A10 bereits ein wenig und machte dem Fahrer Sorgenfalten ins Gesicht.

Nach einer ca. einstündigen Fahrt durch die liebliche und leicht hügelige Landschaft zwischen dem oberen Rottal und der kleinen Emme ging's dann richtig in die Höhe Richtung Mittagessen. Auf 800 m trafen wir bei der Familie Seeholzer auf  Ober Amsig ein. Leider blieb dann der A10 tatsächlich wegen Dichtungsverlust im Kühlwasserbereich liegen und musste später aufgeladen werden. Das tat jedoch den Besitzern wenig Abbruch uns sie freuten sich mit uns an den Ausführungen von Toni Seeholzer über seinen Hof ( 18 Ha ) mit Mutter/Kalb-Haltung im Freilaufstall, Schweinen, Wiesland, etwas Weizen und Futtermais. So sind sie beinahe Selbstversorger was die Tiere betrifft. Dass Ruswil flächenmässig die grösste Luzerner Gemeinde ausserhalb des Entlebuchs und mit gut 200 Bauerhöfen auch die drittgrösste Bauerngemeinde der Schweiz sei, führte er mit viel Stolz aus.

Das alles erfuhren wir von unserem Gastgeber Toni während des feinen Apèros mit eigenem Most und getrockneten Öpfelringli, Käsestückchen und alkoholischen Getränken.

Danach gings zum Mittagessen in die grosse Halle wo wir coronagerecht tafeln konnten und in der Pfanne zubereitetes Rindsnierstück und Bauernbratwürste - der Verfasser meinte Kümmel herauszuspüren - mit Rösti, Rüebli und Gemüsespiess genossen.

Als alle satt waren erhielten wir um ca. 14 Uhr eine Hofführung, vornehmlich durch den grossen Freilaufstall mit vornehmlich Limousin-Tieren. Dabei erfuhren wir, dass die Tiere sehr wohl Pflege und Aufmerksamkeit brauchen. Auch damit die Kälber am besonderen Futter nicht zu kurz kamen. Dass die Tiere je nach Wetter nicht nur tagsüber draussen sind erklärte uns der Bauer, genauso, dass er seinem 7jährigen Muni nie den Rücken zukehren würde. Ein tönniges Tier ist halt immer ein wenig unberechenbar. Verwundert ob der wenigen Fliegen im Stall wurde erläutert, dass man halt sehr auf Hygiene achte und den Stall sauber halte. Dass Frischgeborene auch noch mit EM-Mittel ( biologisch ) bestäubt werden, damit ihre Lungen nicht infiziert werden, erfuhren wir dann auch noch. Dass bei der Schweinehaltung ein enormer Aufwand zur Verhinderung von Methan und Amonika in die Umwelt betrieben werden muss ( Dauerbelüftung und Luftwaschung mit Wasser ) wusste keiner von uns.

So gings dann zurück in die Halle wo uns Kaffee und selbstgemachtes Erdbeer-Tiramisu erwartete. Im Laufe des gemütlichen Ausklingens bediente sich der eine und andere am Verkaufsstand der Familie Seeholzer und auch der Verfasser erwarb einen Birnen-Häfelibrand und eine alte Zwetschge.

Ab 15 Uhr löste sich der Tross auf und zerstreute seine Zwerge und Kobolde in alle Richtungen. Einige werden wohl auf der Heimfahrt vom aufkommenden Regen betroffen worden sein. Doch niemand ist mehr stehen geblieben.

Toni Seeholzer bei der Begrüssung